Vienna City Marathon 2018

Vienna City Marathon 22.04.2018

“Es kommt erstens alles immer anders und zweitens als man denkt!”

So, oder so ähnlich schaut mein Kurzfazit zum 35. Vienna City Marathon 2018 aus.

Recap Vorbereitung

Eine Marathonvorbereitung über den Winter hinweg durchzuziehen vermag schon einiges an Durchhaltevermögen. Denn Longruns bei eisigen Temperaturen und Läufe (egal ob morgens oder abends) in kompletter Dunkelheit zerren an der eigenen Motivation. Im Großen und Ganzen verlief die Vorbereitung auch relativ komplikationslos. Anfang März stand mit dem Frankfurter Halbmarathon der Saisonauftakt vor der Tür und die erlaufene 01:32h Zielzeit gab mir das Gefühl, eine solide Grundform zu besitzen. Diese wollte ich auch 14 Tage vor dem Marathon in Wien beim Berliner Halbmarathon retesten und auf die Probe stellen. Leider hatte ich das Glück, einen Tag vor dem Wettkampf mit Fieber und einem dicken Hals krank zu werden. Letztlich zwang mich der eingefangene Infekt eine Woche lang zu pausieren. WORST CASE!

Schweren Herzens musste ich mich somit von dem Gedanken verabschieden in Wien über die volle Distanz zu gehen und auf die halbe Marathondistanz herunterschrauben, was letztendlich auch die einzig richtige Entscheidung gewesen ist.

Recap Marathonwochenende

Wien – ich kann es nicht begründen wie es diese Stadt genau geschafft hat, aber seit Jahren komme ich immer wieder gerne hierher. Egal ob im Frühling, im Sommer oder in der Ballsaison, diese Stadt hat zu jeder Jahreszeit einen gewissen Flair.

Freitags ging es mit dem Flugzeug gen Wien. Leicht verspätet, aber noch gerade rechtzeitig, schaffte ich es zeitig zum Community-Run durch die Innenstadt.

Shake-Out Run durch Wien

 

Samstag ging es morgens in der Früh zum obligatorischen Shake-Out Run gemütlich zum Prater, bevor es zur Marathon-Messe ging um die Startunterlagen abzuholen.  Nachmittags gab es in der Runbase eine Runde blackroll und Yoga zum Lockern der Beine.

High Five beim Shake-Out run
Frisch gepresste Vitamine by Rauch Juice Bar

Highlight an diesem Tag war sicherlich der Motivation-Talk mit Anna Hahner.  Es ist immer sehr hilfreich und inspirierend Profi-Tipps aus erster Hand zu bekommen. Abgeschlossen wurde der Abend mit Kohlenhydraten und Pasta um bestens gestärkt in den Wettkampf-Tag zu starten.

Motivations-Tipps von Anna Hahner

Der Renntag

Zum Vienna City Marathon lässt sich sagen, dass es, obwohl Start- und Zielpunkt nicht unmittelbar an der gleichen Stelle sind, ein aus meiner Sicht sehr gut organisierter Marathon ist. Dank der sehr guten Metro Anbindung und der einfachen Beutelabgabe entstehen null Komplikationen und man sich voll auf den anstehenden Lauf fokussieren.

In diesem Jahr meinte es der Wettergott zu gut mit uns Läufern, was jedoch abseits des Laufens nur genossen werden konnte. 25 Grad und mehr, Sonne pur – was will man (außer als Marathonläufer) mehr?

Ca. 40.000 Teilnehmer machen sich auf den Weg

Die Halbmarathonstrecke in Wien ist fair, hat jedoch seine kleinen Stolpersteine in sich. Nachdem man am Start die Donau überquert hat und den Prater hinter sich gelassen hat, folgt auf den nächsten km die kerzengerade Hauptallee. Nachdem man sich im Feld eingeordnet hat und in den Lauffluss gekommen ist, folgen angenehme km mitten durch die Wiener Innenstadt. Ab km 11 beginnt der härteste Teil des Halbmarathons, welcher hinauf zum Schloss Schönbrunn führt. Ein insgesamt leichter Anstieg hoch bis km 16. Jedoch wird man mit einem traumhaften Blick auf das Schloss Schönbrunn belohnt!

Race-Vibes

Hat man diesen Teil der Strecke passiert, geht es leicht bergab ins Ziel!

Meistens reicht nur eine kleine Unachtsamkeit um auf den Boden der Tatsachen gerissen zu werden. So auch ca. bei km18. Die die Laufspur wechselte von der linken  auf die rechte Straßenseite, wobei Tramschienen überquert werden mussten. An sich passe ich an solchen Stellen bewusst auf, leider übersah ich eine ca. 10cm hohe Betonabgrenzung, auf welcher ich mit meinem linken Fuß aufkam. Resultat: Fuß umgeknickt. Höllenschmerzen. Aufgeben? Weiterlaufen?

Letztlich waren es jedoch nur noch 3km ins Ziel und die Schmerzen ließen es halbwegs zu, weiterzulaufen. An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an Chris aus Berlin, der sein Rennen quasi weggeworfen hat, nur um mich sicher ins Ziel zu bringen. DANKE! Zum Glück hielt sich die Schwellung in Grenzen, sodass ich keinen verletzungsbedingten Ausfall im Nachhinein hinnehmen muss.

Der restliche Sonntag wurde fleißig dazu genutzt um Vitamin D auf dem Badeschiff zu tanken. Und dies sind mal wieder genau die Momente, die diese Race-Weekends so besonders und einzigartig machen. Egal ob aus Wien, Hamburg, München, Berlin oder Paris – man freut sich immer auf diese Familientreffen mit seinen Lauffreunden.

Der Abend wurde mit einigen Kaltgetränken ausgeklungen, um am späteren Abend noch die Hüften in der Fledermaus zu schwingen! “Freakt Out!”

Vielen Dank für die tolle Organisation und das Programm an die komplette AR Vienna Mannschaft rund um Ariadne, Karl,  Sajeh und Verena!

At least: Danke für die Herberge Dierk! Ich revanchiere mich gern.

Cheers

Euer Benni!

Photos by © Niklas Stadler

www.niklasstadler.at

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